Höhlenartige Behaglichkeit mit Gebirgspanorama

Dank aktuellster Rahmentechnologie und Dreifach-Isolierverglasung ist es möglich, transparente Fassaden auch in kälteren Regionen ohne energetische Bedenken einzusetzen. Einen Beweis hierfür liefert "Black Lodge", ein privates Wohnhaus in Norwegens Sunnmøre Alpen. Die hoch-isolierenden Eigenschaften von Schüco Fassaden, Fenstern und Türsystemen ermöglichen ein ebenso überraschendes wie energetisch vernünftiges Maß an Transparenz in einer von Schnee und wechselhaft-kaltem Wetter geprägten, malerischen Gebirgsregion.

Die Gegend um Ålesund zählt zu den beliebtesten touristischen Hotspots in Nowegen. Neben dem berühmtem Geirangerfjord, der zum UNESCO Weltnaturerbe gehört, und den schneebedeckten Gipfeln des Hjørundfjords ziehen auch die rund 2.000 m hohen, schroffen Berggipfel der Sunnmøre Alpen Besucher aus aller Welt an.

Inmitten dieser malerischen Szenerie liegt das Feriendomizil Black Lodge, das, einsam an einem sanft abfallenden Hang liegend, dem Betrachter den Eindruck eines großen Findlings vermittelt. Die kantige, gestaltlose Form des Gebäudes, die durch miteinander verwobene Fassaden- und Dachstrukturen entsteht, wird noch verstärkt durch die ungewöhnliche Kombination der Materialien - rostroten Verkleidungen aus Cortenstahl und Fichtenholz-Paneelen sowie den teilweise schwarz gefärbten hölzernen Innenraumverkleidungen. Hinzu kommen großflächige, durch schlanke Aluminiumprofile unterteilte Fassadenverglasungen, die sich mal in die bizarren Flächenstrukturen einpassen, andernorts schlanke Lichtausschnitte in ansonsten dunkel-geschlossene Fassadenflächen schneiden. Diese, gezielt auf die Landschaftspanoramen ausgerichteten Lichtöffnungen, lösen zugleich die Trennung zwischen der schützenden Behaglichkeit des Innenraums und dem unberührten Landschaftsumfeld auf. Es entsteht ein warmer, einladender Rückzugsort für Familie und Freunde, der zugleich spektakuläre Aussichten bietet.

Ein Gebäude aus drei Baukörpern
Das Raumkonzept des eingeschossigen Wohnhauses basiert auf dem Konzept zweier Baukörper, die in einem größeren dritten aufgehen. Die Teilung erfolgt durch den rückwärtigen Eingangsbereich, der auf den offenen dritten Baukörper ausgerichtet ist. Beidseitig des Eingangsbereiches sind separate Schlafräume für die Eigner und deren Gäste angeordnet. Großzügige Gästezimmer sind auf bis zu 12 Personen eingerichtet. Sie verfügen über das größte Badezimmer im Haus und haben direkten Zugang zu einem Thermalbad in der Außenzone. Das "gesellschaftliche Zentrum" des Hauses ist räumlich offen und zugleich funktional unterteilt in Essbereich, eine kleine Küche mit Koch- und Zubereitungsinsel sowie einen Wohnbereich mit einem spektakulären Aussichtspunkt auf das Bergpanorama durch eine über Eck geführte, raumhohe Glasfassade.

Transparenz vs. Geschlossenheit
Eine zentrale Gestaltungsidee des Architekturbüros Invit Arkitekter bestand darin, Außen- und Innenraum auf mehreren Ebenen zu definieren und miteinander zu vermischen. Transparenz und Geschlossenheit finden sich in den Fassadenflächen wieder - mal raumhoch offen, mal durch akzentuiert gesetzte Lichtbänder strukturiert und an manchen Fassadenflächen komplett verschlossen. Im zentralen Wohnraum mit der raumhohen und über Eck geführten Panoramaverglasung wird der Gegensatz zwischen Innen und Außen sogar optisch und funktional aufgelöst: dort hebt das Faltschiebesystem Schüco ASS 70 FD die Raumtrennungen an wärmeren Tagen völlig auf und ermöglicht direkten Zugang zur angrenzenden Terrasse. Das Thema Offenheit vs. Geschlossenheit findet im Farbschema der kontrastreichen Innenraumgestaltung eine Entsprechung. Auch hier wechseln sich die hölzernen Decken-, Wand- und Bodenflächen sowie das Mobiliar zwischen hell und dunkel ab.

Höchste Wärmedämm-Standards
In den Sunnmøre Alpen herrscht aufgrund der geographischen Lage ein extrem wechselhaftes Klima. Im Bereich der Fjorde und Berge sind winterliche Schneefälle von mehreren Metern Höhe die Regel, im Sommer treten im oft raschen Wechsel Temperaturen zwischen 30° C und nur 10° C auf. Umso wichtiger war ein Energiekonzept, das trotz dieser Wetterextreme auf wirtschaftliche Weise die Raumtemperaturen innerhalb der Behaglichkeitsgrenzen hält. Der Einsatz von großflächigen Glasfassaden stand folglich unter höchsten Anforderungen an die Wärmedämmung.

Die passivhaus-zertifizierte Pfosten-Riegel-Fassade Schüco FW 50+.SI erfüllt diese hohen energetischen Anforderungen durch eine Kombination von hoch-isolierter Rahmentechnologie mit wärmedämmbeschichteter Dreifach-Isolierverglasung. Auf diese Weise sind Energieverluste minimiert, zugleich wird an wärmeren Tagen ein übermäßiges Eindringen von Strahlungswärme verhindert. Dass dieses System außerdem ein Höchstmaß an Gestaltungsfreiheit bietet, beweist die entwurfsangepasste schräge Flächenausbildung der Glasfassade ebenso wie die elegante Integration des Faltschiebesystems Schüco ASS 70 FD. Durch dessen raumsparende seitliche "Parkmöglichkeit" der beweglichen Elemente entsteht an warmen Tagen eine bis zu 4 m breite Öffnung zur Sommerterrasse.

Modernität trifft auf Holzbau-Tradition
Während die äußere Gebäudehülle mit ihrem rostigen Cortenstahl und den Aluminium-Glas-Systemen Stilelemente der modernen Architektur benutzt, zitiert das Gebäude durch den Einsatz von Holzverkleidungen in der Fassade und die durchgängige Naturholz-Ausstattung im Innenraum die für norwegische Berghütten traditionelle Bauform und Materialwahl. Das Energiekonzept geht allerdings konsequent moderne Wege, um wetterunabhängige Wohnlichkeit herzustellen. Elektrische Fußbodenheizungen und elektrisch beheizte Bäder sind ebenso Standard wie ein Belüftungssystem mit Wärmepumpe für die wärmeren Jahreszeiten. Für natürliche Wärme und Atmosphäre sorgt ergänzend ein großer Kaminofen.

Zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=NIJ44Jy3HaU

Höchste Standards bei der Wärmeisolation der Schüco Fassaden- und Türsysteme ermöglichen auch in dieser kalten Region Norwegens eine transparente Fassadengestaltung (Schüco FW 50+.SI). | Bildnachweis: Invit Arkitekter, Ålesund Fotograf: Johan Holmquist
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