Einweihung Chemie- und Biotechnologie Hochschule Darmstadt

StandortDarmstadt
Adresse Darmstadt, Hessen, Deutschland
GebäudetypBildungs- und Forschungsstätten
Baujahr2017

Am Freitag, 15. Dezember 2017 wurde der Neubau des Fachbereichs Chemie- und Biotechnologie der Hochschule Darmstadt feierlich ein-geweiht. Mit dem Besuch der Ministerialdirigentin Irene Bauerfeind-Rossmann wird das Labor- und Bürogebäude, in dem bereits seit Sep-tember eingeschränkt der Hochschulbetrieb läuft, offiziell eröffnet. Für die Architekturplanung zeichnet das Büro tsj tönies schroeter jansen freie Architekten GmbH aus Lübeck verantwortlich. pbr plante die ge-samte technische Ausrüstung mit den sanitärtechnischen, heizungs- und kältetechnischen, raumlufttechnischen und nutzungsspezifischen Anlagen sowie der Gebäudeautomation. So gehören Wasser- und Ab-wasseraufbereitungsanlagen sowie eine Dampfkesselanlage (ca. 100 kg/h, 10 bar) und getrennte Systeme für Laborkühlwasser und Klima-kaltwasser zur technischen Ausstattung des Gebäudes.

Das Laborgebäude bietet auf einer Fläche von über 4000 m2 Platz für etwa 800 Studenten, 14 Professorinnen und Professoren sowie 15 wis-senschaftlich/technische Mitarbeiter. Konzeptionell gliedert sich das Gebäude der Länge in einen westlich gelegenen, höher installierten „Hightech“-Bereich und einen östlich gelegenen, niedriger installierten „Lowtech“-Bereich. Ziel war es, den sehr unterschiedlichen Anforde-rungen der Labornutzungen auf der einen und der Büronutzungen auf der anderen Seite gerecht zu werden. Außerdem sollten durch die Aus-bildung von interdisziplinär nutzbaren Raumzonen Synergie- und Ein-sparpotentiale in Fläche und technischer Ausrüstung gewährleistet wer-den. Die durch pbr geplanten Teilklimaanalagen mit Hochleistungs-wärmerückgewinnung gewährleisten im Großteil des Gebäudes über das gesamte Jahr eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

Auf etwa einem Drittel der Fläche sind zentrale kommunikative Berei-che rund um ein lichtes Atrium entstanden. Dazu zählen Büros, Semi-narräume, zwei Hörsäle und weitere Arbeitsbereiche für Studenten. In den Büro- und Seminarräumen wurden durch pbr Kühldecken instal-liert, die im Sommer für ein angenehmes Klima sorgen. Mehr als zwei Drittel der Fläche belegen Lehr- und Forschungslabore der organischen und anorganischen Chemie, technischen Chemie, physikalischen Chemie, Biochemie, Biotechnologie und Bioverfahrenstechnik. Hier können die Studenten an Apparaturen arbeiten, wie sie auch in großen Produktionsanlagen zukünftiger Arbeitgeber verwendet werden. Durch pbr wurden in diesen Bereichen getrennte Systeme für Laborkühlwas-ser und Klimakaltwasser eingerichtet. Eine Besonderheit ist außerdem die zweigeschossige verglaste Fassade des Labors der technischen Chemie. Sie dient als „Schaufenster“ in das Technikum mit den meter-hohen Versuchsaufbauten und soll die Vorgänge in der Hochschule nach außen hin sichtbar machen.

Insgesamt bietet der Neubau mit seiner modernen und hochwertige Ausstattung und den großzügigen kommunikativen Flächen hervorra-gende Bedingungen für Lehre, Forschung und interdisziplinäre Arbeit.

Das neue Gebäude ist nach dem Entwurf von tsj tönies schroeter jan-sen freie Architekten GmbH aus Lübeck entstanden. | Axel Hartmann

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