Jones Lang LaSalle

Für das international agierende Beratungsunternehmen wurde in der Bertha Berlin, einem Bürohaus direkt am Hauptbahnhof, eine Bürofläche im Erstausbau realisiert. Ziel war es, eine kommunikationsfördernde Struktur für die rund 100 Mitarbeiter des Unternehmens zu schaffen. Die Bürofläche ist unterteilt in den Empfangsbereich mit angegliedertem Konferenzraum und einer Flex-Arbeitszone sowie drei Open Spaces. Ein speziell entwickeltes höhenverstellbares Tischsystem mit Andockmöglichkeiten für weitere Tischelemente unterstützt hier die Teambildung. Die Open Spaces werden ergänzt durch maßangefertigte, farbige Stauraum- und Sitznischen als Kommunikations- und Rückzugsorte, zwei weitere Konferenzräume sowie vier Phone Booths. Eine akustisch wirksame Sitznische mit verstaubaren Sitzhockern, die sich hinter einer Klappwand verbirgt, dient als Raumerweiterung und bietet Platz für bis zu vier Personen. Highlight auf der Fläche ist ein eigens für ein Kunstwerk aus der Privatsammlung des Bauherrn entworfener Raum. Für ‚Hansi goes down’ von Via Lewandowsky entstand eine gläserne Meetingbox, die sich gestalterisch an das Kunstwerk anlehnt.

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Bungalow 2nd Floor

Weiche Welt für harte Männer

Innenausbau des 2.OG für den Stuttgarter Herrenausstatter „Bungalow“ - Sehr hochwertige Herrenmode in einer Hinterhofgasse zu verkaufen, erscheint widersprüchlich.

Grenzt dieser Hinterhof jedoch direkt an die wichtigsten Adressen der Innenstadt, kann gerade dessen Atmosphäre den Unterschied ausmachen.

Ein behutsamer Eingriff

In unmittelbarer Nähe zum Marktplatz entstand in einer Seitengasse der neue Showroom für einen der exklusivsten Herrenausstatter Stuttgarts. Die abgegriffene Gebrauchsarchitektur eines ehemaligen Versandlagers bildet die räumliche Grundlage. Sie wird durch ein scharf geschnittenes, sich durch den Raum faltendes Band, das sämtliche Funktionen wie Kasse, Umkleiden und Abstellräume aufnimmt und durch die gold glänzenden Warenträger kontrastiert. Luxuriöse Designermode wird in einem ungewohnt rohen Umfeld präsentiert, ohne die Atmosphäre des Exklusiven vermissen zu lassen, die durch außergewöhnliche Möbelklassiker unterstützt wird. Außen setzt sich die direkte Konfrontation von Alt und Neu fort: ein goldenes Gewebe überspannt wie eine textile Bekleidung die alte, unveränderte Fassade.

Zitat:
„Es geht nicht darum, das Alte zu verstecken, sondern es mit dem Neuen zu überlagern, mehrere Schichten sichtbar zu belassen, manche sehr direkt, andere eher subtil, verfremdet.“

Eine Frage der Kombination

Der Kontrast zwischen Alt und Neu, zwischen der abgegriffenen Gebrauchsarchitektur eines ehemaligen Versandlagers und den Bedürfnissen eines progressiven Herrenausstatters prägen das Grundkonzept. Wie in der Mode treffen Elemente verschiedener Wertigkeit aufeinander.

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Mensa "Triangel"

Mehr Platz als Haus

Mensaneubau für das Schulzentrum Stadtmitte in Leonberg - Die neue Mensa ist Dreh- und Angelpunkt des gemeinsamen Schullebens, Treff- und Sammelpunkt, Ort der Begegnung und des gemeinsamen Essens. Als zentrale Anlaufstelle wird sie für alle drei Schulen zum gemeinsamen identitätsstiftenden Ort. Die vielfältigen Nutzungsanforderungen des sozialen Schullebens werden durch verschiedene Bereiche erfüllt, die sich über die gesamte Platzfläche zwischen dem Albert-Schweitzer-Gymnasium und der Gerhart-Hauptmann-Realschule verteilen - es bildet sich ein räumlich funktionales Kontinuum zwischen Innen und Außen.

Mehr Platz als Haus.
Anstatt die heterogene städtebauliche Struktur des Schulzentrums fortzusetzen, versteht sich die neue Mensa als öffentlicher Platz zwischen den Bestandsgebäuden. Am westlichen Platzende befindet sich der Funktionsbereich mit Küche sowie die Anlieferung, während sich der in zwei Teilbereiche gegliederte Speisesaal zum südlichen und östlichen Teil des Platzes orientiert. Am nordöstlichen Ende erfolgt der Hauptzugang von der Straße. Nach Südosten öffnet sich die Fläche zum Grün zwischen den Schulen.

Offenes Raumkontinuum
Die offene vertikale Struktur der Konstruktion definiert Außen- und Innenraum ohne diese voneinander zu trennen. So ergibt sich ein fließender – auch im Inneren lichtdurchfluteter – Raum, der differenzierte wie vielfältige Nutzungszonen ermöglicht. Unterstützt wird die räumliche Verzahnung durch raumhohe Glaselemente sowie die optische Fortsetzung des Bodenbelags. Der dunkle Asphaltbelag außen wird im Innenbereich durch einen dunklen Gussasphalt-Terrazzo fortgesetzt. Der Sichtbeton des Funktionskerns mit seinem eingebauten Thekenelement aus Mineralwerkstoff ergänzt die reduzierte Materialwahl.
Die Abhangdecke aus zusammengesetzten Aluminiumröhren unterschiedlicher Größe ist vom Rand abgesetzt und unterstreicht durch ihre richtungslose Struktur das offene Raumkontinuum. Die drei kreisförmigen Raumzonen sind an der Decke durch breite schwarze Bänder ablesbar. Die darin laufenden Trennwandelemente ermöglichen eine flexible Raumnutzung.
Großzügige Bewegungsflächen bieten neben dem Speise- und Rückzugsbereich zusätzliche Aufenthaltsqualität und vermeiden zusammen mit angemessen dimensionierten Zugängen auch bei starkem Andrang Engstellen im Bereich der Verkehrsflächen. Sämtliche Nebenräume und die Küche befinden sich konzentriert in einem Rondell. Küche und innenliegende Arbeitsräume werden über Oberlichter natürlich belichtet.

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Dreiberg-Schule Knetzgau

Die Dreiberg-Schule in Knetzgau wurde in den 1970er Jahren in der damals typischen Bauweise als Stahlbetonskelettbau mit Sichtbetonfassade, großflächigen Verglasungsbereichen und Flachdach errichtet und in den 80er Jahren erweitert. Im Rahmen der Generalsanierung wurde das Schulgebäude an die aktuellen Anforderungen sowohl in Belangen der Haustechnik, des Brandschutzes, der Barrierefreiheit und der energetischen Optimierung angepasst. Das Raumprogramm umfasst neben einer 2-zügigen Grundschule mit 11 Klassen, eine 1-zügige Mittelschule mit 5 Klassen, eine Mensa mit für die Ganztagesversorgung und die dazugehörigen Aufenthalts-und Freibereiche. Die Generalsanierung ermöglichte zudem die räumliche Umsetzung eines innovativen, nach neuesten pädagogischen Maßstäben entwickelten, Schulkonzeptes.
Die Gestaltung offener Lernlandschaften und die Bildung von, den Altersgruppen entsprechenden Klassengemeinschaften (sog. Clustern) ermöglicht den Schülern selbständiges und selbstorganisiertes, kreatives Lernen. Die neuen räumlichen Strukturen ermöglichen es, dass in verschiedenen Gruppengrößen, mit oder auch ohne Lehrer, gearbeitet werden kann. Künftig können die Lehrkräfte ihre Schüler beim selbständigen Lernen und Erarbeiten des Lernstoffes individuell begleiten und anleiten. Lernbereiche hierfür sind nicht nur die Klassenräume, sondern auch die ehemaligen Flure, die je nach Größe als „Marktplatz“ genutzt werden. Dieser Bereich bietet Raum für klassenübergreifende Präsentationen, dient als Treffpunkt und fördert die Kommunikation untereinander. Die Flurwand, die bis zum Umbau als Garderobe diente, konnte dank ihrer Tiefe als „Möbelwand“ ausgebildet werden, die klassenraum- und flurseitig Nischen mit unterschiedlichen Funktionen bietet und so Sitz- und Aufenthaltsbereiche integriert. Ein großes Fenster pro Klassenraum bietet die gewünschte kommunikative Transparenz und Offenheit zwischen dem „öffentlichen“ Flur und dem „privaten“ Klassenraum.
Das Farb- und Materialkonzept ist zurückhaltend abgestimmt. Ein Großteil der Wände bleibt weiß, diese können in den Klassenräumen über ein mobiles Schienensystem nahezu umlaufend mit Tafeln und Boards bespielt werden. Einzig der Bodenbelag von Fluren, Klassenräumen, Mittagsbetreuung und Verwaltung hebt sich mit einem erdigen Rotton farblich ab. Werkräume, die Aula und der Mehrzweckraum sind mit einem strapazierfähigeren Eiche-Industrieparkett belegt der sich als thematisiertes Element in der Wandgestaltung der Möbel-Trennwand zwischen Flur und Klassenzimmer auf beiden Wandseiten großflächig widerspiegelt.
Trotz aller Bestrebungen, die Sichtbetonfassade und damit den ursprünglichen Charakter des Gebäudes zu erhalten, musste der Abbruch der Fassade durchgeführt werden. Mit einer neuen Außenhaut aus vorgehängten und hinterlüfteten Faserzement-Tafeln wurde ein adäquater und nachhaltiger Ersatz gefunden. Auskragende und statisch wirksame Betonbauteile wurde „betonsaniert“ und mittels Innendämmung energetische eingebunden.

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Messestand "ready"

o/low budget, 100% reusable, 100% eyecatching

Messestand für das IWE Uni Stuttgart auf der BAU 2013 in München - Trotz steigender gesellschaftlicher Bedeutung aufgrund der demografischen Entwicklung ist das persönliche Altern bzw. das Wohnen im Alter ein immer noch wenig attraktives, bewusst gemiedenes Sujet.

Umso mehr muss ein Messeauftritt in dieser Sache für sich wirken, das Publikum neugierig machen, Besucher anziehen. Das Erzeugen von Aufmerksamkeit wird zur Grundanforderung. Dazu setzt der Messestand zwischen den aufwändig inszenierten Unternehmenspräsentationen auf Kontrast.

Wohnungen zum Mitaltern

Das Forschungsvorhaben von Prof. Dr. Thomas Jocher und Erika Mühlthaler unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums BMVBS widmet sich dem Thema des altengerechten Bauens bzw. der Frage, wie Wohnungen vorbereitet werden können, um auch den geänderten Anforderungen des Wohnens im Alter zu genügen.

Zitat:
„Die Ökonomie der Aufmerksamkeit gilt nicht nur in den Medien. Auf großen Handelsmessen ist das Buhlen um die begrenzte Aufnahmefähigkeit der Besucher ein mindestens ebenso wichtiges Unterfangen.“

Auf der Weltleitmesse der Baubranche – der BAU 2013 in München – stellt sich der Messestand des Forschungsprojekts „ready – vorbereitet für altengerechtes Wohnen“ des Instituts Wohnen und Entwerfen der Universität Stuttgart genau diesem Wettbewerb, mit der zusätzlichen Herausforderung, kein konkretes Produkt, sondern ein abstraktes Forschungsthema zu präsentieren.
100% eyecatching

Durch die Reduktion auf ein einziges konstruktives wie gestalterisches Element, die gebrauchte EURO-Palette, entsteht ein prägnantes homogenes Bild, dessen robuster Charakter sich deutlich von den gewohnten Hochglanzoberflächen absetzt. Eine räumliche Struktur aus vertikal angeordneten Dreiecksprismen, die jeweils aus 3 Paletten bestehen, bildet als durchgehende Wand einen starken Rücken. Als Verbindungselement dienen ausschließlich herkömmliche Kabelbinder. Die Paletten werden dabei nicht beschädigt und können nach der Messe regulär weiter genutzt werden. Die Konstruktion setzt damit den Anspruch des Forschungsthemas an eine nachhaltige Planung mustergültig um. Der Boden ist ebenfalls vollständig mit Paletten ausgelegt und wird so zur Plattform, die sich zu 3 Standseiten öffnet und zusammen mit einem Sammelsurium verschiedener, leuchtend blau lackierter Holzstühle großzügig zum Besuch oder einfach nur zum Ausruhen einlädt.

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Haltestelle U5

Die hochfrequentierte Stadtbahnverbindung zwischen der Frankfurter Innenstadt und dem Stadtteil Preungesheim ist barrierefrei: Der Entwurf für den Ausbau der Station „Glauburgstraße“ der Linie U5 war 2010 aus einem Realisierungswettbewerb der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) hervorgegangen. Aus der besonderen städtebaulichen Situation entstand eine Idee, die über einen Hochbahnsteig mit Wetterschutz für Wartende hinausgeht.

Zur Fahrbahn hin funktional geschlossen, öffnen sich die stadtein- und stadtauswärts versetzt angeordneten Bahnsteige der Umgebung: Treppen und Rampen falten sich aus der Enge des Stadtraums zu einer urbanen Landschaft auf und lassen die Bewegungen querender Fahrgäste, Fußgänger und Anwohner zu einem dynamischen Miteinander verschmelzen. Analog setzt sich in den weich in die Höhe geschichteten Plattformen der Belag des Gehwegs fort, Grünflächen und ein taktiles Leitsystem ergänzen ihn. Die zäsurlosen, fließenden Übergänge der Haltestelle münden in den filigranen Überdachungen, die sich über den Wartenden auffalten. Im Zusammenspiel mit der triangulär gefalteten Außenhaut aus lackiertem Stahlblech funktioniert die Stahlkonstruktion nach dem Prinzip zweier Trichter auf Stützen. Die Faltdächer leiten das Regenwasser im Stützeninnern ab, im Bereich der Sitzflächen bildet ein eingespanntes Sicherheitsglas den Wetterschutz.

Die Entmaterialisierung löst das klassische Verhältnis von Vorder- und Rückseite einer Haltestelle auf, in ihrer skulpturalen Anmutung sind die Bahnsteige als identitätsstiftende Stadtmöbel weithin sichtbar. Von allen Seiten aus zugänglich, ist die Station zugleich Teil des neu modulierten, öffentlichen Raums – sie sind Haltestelle, Bürgersteig und urbaner Platz gleichermaßen.

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Humboldt Forum im Berliner Schloss

Die Baustelle Schlossplatz 1 in Berlin war auch für die MERA Fassadenbau, vormals Klotz Metallbau, keineswegs alltäglich. Auf den alten Grundmauern des 1950 gesprengten Altbaus entsteht bis zum Jahr 2019 das Humboldtforum im Berliner Schloss. MERA lieferte hierfür aufwendige und großformatige Kastenfenster.

Der Entwurf von Franco Stella Architekten, die eine Projektgemeinschaft mit den Architekturbüros Hilmer & Sattler und Albrecht und gmp gegründet haben, ...weiter lesen »

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Weibliche Premiumwelt

Das deutsche Premium-Modelabel Luisa Cerano begeistert weltweit Kundinnen mit einer Mischung aus femininen Silhouetten und lässigem, hochwertigen Design. Der jüngst in Düsseldorf eröffnete Flagship Store spiegelt den Charakter der Marke perfekt wider. Verantwortlich für Planung und Gestaltung: Die Innenarchitekten von blocher partners shops.

In direkter Nachbarschaft der berühmten Düsseldorfer Einkaufsmeile KÖ präsentiert sich der prominent gelegene eingeschossige Eckstore auf rund 170 Quadratmetern offen und transparent. Die großen Glasfassaden an Längs- und Stirnseite sorgen dabei nicht nur für viel Licht, sondern spiegeln die Markenwelt von Luisa Cerano gleichzeitig nach außen.

Reduzierte und klare Struktur

Im Shop selbst herrscht der Wertigkeit der Marke entsprechend ein reduziertes Warenbild. Dieses wird durch den verwendeten Formen- und Materialmix perfekt in Szene gesetzt: Eine klare und großzügige Raumstruktur mit Wänden und Säulen in Betonoptik, hellen, großfor-matigen Bodenfliesen, sowie offen gestalteten Schaufenstern mit Präsentationswänden in Marmoroptik schaffen dabei den Rahmen, in dem sich die Modewelt von Luisa Cerano entfal-tet.

Extravaganz und kontrastreiche Materialien

Deren Extravaganz und Kontraste greifen die Innenarchitekten vielfach auf. So präsentiert sich gleich beim Eintritt in den Store ein Highlight-Tisch aus hellem Granitstein mit rauen Kanten, der auf einem in dunkelgrünen Farbtönen changierenden Teppich ruht und von Man-nequins auf messingfarbenen Ständern flankiert wird. Für edle Kontraste sorgt auch die Ver-wendung ungewöhnlicher Materialien wie ein raumüberspannendes, gewelltes Deckensegel aus gelochtem Metall. Davon abgeleitet wird ein Teil der Kollektion auf von der Decke abge-hängten Warenträgern in Messingoptik präsentiert. Schlichte Regale und Warenträger aus Metall sowie einzelne Kuben in Marmoroptik, auf denen Glasvitrinen mit Metallrahmen plat-ziert wurden, ergänzen die Warenpräsentation und tragen zu der hochwertigen Atmosphäre des Stores bei.

Feminine Note

Diese Atmosphäre wird von den Innenarchitekten mit femininen Akzenten angereichert: Wei-che Samtstoffe, die vor allem bei Sitzmöbeln und den Umkleidekabinen zum Einsatz kom-men, werden durch eine aus Wellboard gefertigte Fokuswand in sanften Pudertönen er-gänzt, die im Zusammenspiel mit der rauen Betonoptik der dahinterliegenden Wand reizvolle Kontraste erzeugt. Die dadurch entstehende Gesamtkomposition fügt den Stores von Luisa Cerano ein weiteres Schmuckstück hinzu. Übrigens nicht das einzige, denn das von den In-nenarchitekten bei blocher partners shops für den Flagship Store entwickelte Designkon-zept wird auch bei der Neugestaltung des Luisa Cerano-Shops in München umgesetzt.

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MOXY Berlin

Co-Working Space, Lifestyle Club oder doch ein ziemlich cooles Hotel?

Beim Betreten des Moxy Berlin wird deutlich: Die Vorschriften und Grenzen des Hoteldesigns haben sich aufgelöst und der Kreativität wird freien Lauf gelassen. Lässig zusammengewürfelte Möbel treffen auf freiliegende Wände, auf Graffiti, auf Brettspiele. Der Gast könnte den Eindruck gewinnen, in einem coolen Co-Working Space oder Lifestyle-Club gelandet zu sein. Es herrscht eine lockere Atmosphäre. Durch das Design mit viel Holz und wild kombinierten Farben und Materialien fühlt man sich direkt wie in einem Wohnzimmer. Elemente, die für ein klassisches Hoteldesign stehen, wie eine prominent platzierte Rezeption als Blickfang werden eher in den Hintergrund gestellt. Hier ist sie integriert in einen „Coffee Counter“, an dem neben einem Cappuccino auch die Zimmerkarte überreicht wird. Der Gast wird eher vom „Kumpel“ begrüßt als offiziell von einem Hotelangestellten in Uniform.

Die Grenzen lösen sich auf. Der Gast bewegt sich innerhalb der öffentlichen Bereiche frei; jede Zone ist für ein anderes Bedürfnis spielerisch perfekt ausgestattet: Angrenzend an den Eingang liegt die offene Lounge, die mit schweren Lederkissen, Perserteppich, Topfblumen zu einem Brettspiel einlädt. Für diejenigen Gäste also perfekt gelegen, die gerne mitten im Geschehen sind aber selber nicht im Mittelpunkt stehen wollen. In der ersten Reihe sitzend, haben sie den Eingang und die dahinterliegende Welcome-Zone genau im Blick und können beobachten, wer ein und ausgeht, und was ansonsten so passiert.

In der Welcome-Zone kann der Gast entspannt verweilen. Verschiedene Sitzmöglichkeiten wie niedrige Poufs, Lounge-Chairs oder Sitzsäcke versprühen diesen gemütlichen Wohnzimmercharakter. Durch ihre Flexibilität lassen sich diese Möbel spontan um arrangieren und je nach Gusto der Gäste platzieren. Helle Grundfarben strahlen Ruhe aus, die durch die dunkle Decke mit freiliegenden Rohren und den vielen Accessoires wieder durchbrochen wird. Das Konzept ist jung. Freigelegte Bauteile und Betonflächen sind mit Graffiti besprayt und erzählen von der Geschichte des Hauses. Der Kicker-Tisch bringt die Gäste zusammen. Ein lustiges Gimmick am Rande: Handyfotos vom Spiel am Kicker oder einem geselligen Abend an der Bar können „im Nu“ ins digitale Moxy-Gästebuch geladen werden und tauchen anschließend wieder auf dem Eingangsscreen auf. Die Stimmung ist unkompliziert: alles kann nichts muss. Der Gast bewegt sich komplett unbefangen und unbeobachtet - das war uns als Designern wichtig!

Von der Welcome-Zone gelangt man in die offene Library and plug in-Zone, die Computer, Steckdosen, USB-Stecker, schnelles Internet sowie Ruhe bietet. Hier ziehen sich Geschäftsreisende nach den Meetings zurück, um die Mails des Tages zu beantworten oder Touristen, die mit Hilfe der zahlreichen Bücher den nächsten Trip in Berlin planen. Apropos Bücher: Diese sind in den öffentlichen Bereichen überall zu finden. Ob über die Geschichte Berlins, über Sehenswürdigkeiten oder über Berliner-Funfacts – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Diejenigen, die beim Lesen oder Arbeiten absolute Ruhe suchen, ziehen sich einfach in die zwei angrenzenden Think Tanks zurück.

Sind die Gäste gut angekommen, haben sich ausgeruht, gearbeitet und das ein oder andere Spiel gespielt, so folgt bald das Bedürfnis nach dem kulinarischen Wohl. Auch hierfür ist gesorgt und zwar ein paar Meter weiter. Hinter dem Eingangstresen erstrecken sich sechs Buffetstationen, die morgens für einen frischen Start in den Tag sorgen und später durch schwere Stahltüren wieder „verstecke“ werde. Gegessen wird dann – je nach Laune – am großen Tisch mit anderen Gästen gemeinsam oder an kleineren Tischen in privaterem Ambiente.

Nun noch ein kurzer Exkurs zu den Hotelzimmern. Diese wirken im Vergleich zu den öffentlichen Bereichen entschleunigend. Klare Linien, minimalistisches Design und natürliche Farben und Materialien lassen den Gast zur Ruhe kommen.

   
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Mensahof der International School, Bonn

Ein großer Baum, der für die Überdachung des Mensahofes in der International School in Bonn weichen musste, inspirierte die Gestaltung des geplanten Glasdaches. Vier Stahlstützen mit jeweils vier abgehenden Ästen tragen eine ...weiter lesen »

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